Rassestandart


 

 

Rassestandart der im Verein gezüchteten Kaninchenrassen:

 

 

Deutscher Riese
                                                               Geschichte

Das Riesenkaninchen wurde ursprünglich in Belgien erzüchtet und um 1885 als "Belgischer Riese" nach Deutschland eingeführt. Nachdem jahrelang nur auf Größe und Gewicht hin gezüchtet wurde, reduzierte man 1937 das erwünschte Gewicht sowie die Rumpflänge und benannte die Rasse in "Deutscher Riese" um.

                                                 Gewicht und Körperbau

Das Mindestgewicht beträgt 5,5 kg, das Normalgewicht über 7 kg und das Höchstgewicht 11,5 kg. Die ideale Körperlänge liegt bei 72 cm. Der Körper ist groß und gestreckt, breit und tief und besitzt einen seiner Größe entsprechenden starken Knochenbau. Auffällig sind die großen, fleischigen Ohren mit einer Mindestlänge von 15 cm.

                                                        Farbenschläge

Als Farbenschläge wurden anerkannt: wildgrau, hasengrau, dunkelgrau, eisengrau und hasenfarbig sowie schwarz, blau, blaugrau, chinchillafarbig und gelb. Am weitesten verbreitet ist der Deutsche Riese, grau.

Farbenzwerge

 Geschichte

 

Diese Rasse ist schon 1940 als "Kleurzwerge" in den holländischen Standard aufgenommen worden und, leicht vergrößert, seit 1956 als Farbenzwerge auch in Deutschland anerkannt.

                                                              Gewicht und Körperbau

Das Mindestgewicht dieser Zwergrasse beträgt 1 kg, das Normalgewicht 1,1 bis 1,35 kg. Das Höchstgewicht liegt bei 1,5 kg. Auffällig sind der kleine, gedrungene Körper, die platte Schnauzpartie und die sehr kurzen Ohren mit einer Ideallänge von 4,5 bis 6 cm bei einer Höchstlänge von 7 cm.

                                                                             Farbe

Anerkannt sind fast alle Farbenschläge der übrigen Kaninchenrassen, so dass es zu nahezu jeder Rasse auch einen entsprechend gefärbten Farbenzwerg gibt.

 

 

Helle Großsilber
                                                             Geschichte

Die Rasse kommt ursprünglich aus Frankreich, wo sie schon in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts als "Gris argentees de Champagne" Erwähnung fand. Anfang des 19. Jahrhunderts kam sie auch nach England.

Im Jahre 1911 wurden die ersten Tiere nach Deutschland importiert und fanden, zunächst unter dem Namen "Französische Großsilber", weite Verbreitung.

                                                  Gewicht und Körperbau

Das Mindestgewicht dieser mittelgroßen Rasse liegt bei 3,5 kg, das Normalgewicht beträgt über 4,5 kg bis zu einem Höchstgewicht von 5,5 kg.

Der Körper ist gedrungen, kompakt und walzenförmig, mit vollem Becken und breiter Brust.

                                                               Farbe

Die bläulich-weiße Deckfarbe entsteht dadurch, dass die dunkle Unterfarbe durch die helle Deckfarbe hindurchscheint. Die Jungtiere werden schwarz geboren und zeigen erst im Alter von sieben bis acht Monaten ihre volle Schönheit.

 

                                                  Hermelin

                                                      Geschichte

Das Hermelin-Kaninchen ist der Prototyp des Zwergkaninchens schlechthin und erfreut sich seit 1918 in Deutschland einer großen Beliebtheit.

                                                               Gewicht und Körperbau

Das Hermelin hat als echte Zwergrasse ein Normalgewicht von 1,1 bis 1,35 kg bei einem Mindestgewicht von 1 kg und einem Maximalgewicht von 1,5 kg. Auffällig sind der kleine, gedrungene Körper, die platte Schnauzpartie und die sehr kurzen Ohren mit einer Ideallänge von 4,5 bis 6 cm bei einer Höchstlänge von 7 cm.

                                                                          Farbe

Anerkannt sind die Farbenschläge Weiß Rotauge und Weiß Blauauge.

 

 

 

 

Kleinsilber, gelb
                                                              Geschichte

Die Rasse ist im 17. Jahrhundert als Ergebnis einer Mutation aus wildfarbenen Gehegekaninchen erstmals beobachtet worden .

Im Jahre 1820 begannen englische Züchter mit der planmäßigen Reinzucht des Grausilber, 1880 stellten die Engländer den ersten Standard auf. 1892 kamen die ersten Grausilber, 1912 die ersten Gelbsilber nach Deutschland. In den Jahren 1904 und 1906 gründete man die ersten Silberspezialclubs.

                                                    Gewicht und Körperbau

Das Normalgewicht dieser kleinen Rasse liegt über 2,5 kg bis zu einem Höchstgewicht von 3,25 kg, während das Minimalgewicht 2,25 kg beträgt.

 

                                                                   Farbe

Der Effekt der Silberung wird hervorgerufen durch Grannenhaare mit weißen Spitzen, die am ganzen Körper geichmäßig verteilt sind.

Die Kleinsilber werden einfarbig geboren. Die Silberung erscheint nach der Abhaarung und ist erst bei Eintritt der Geschlechtsreife voll ausgefärbt.

Anerkannt sind die die Farbenschläge Gelb, Schwarz, Blau, Braun, Havanna und Hell.

  Lohkaninchen 
                                                Geschichte

Das Lohkaninchen ist eine ursprünglich englische Rasse, die in Brailsford bei Derby herausgezüchtet wurde. Silber-, Holländer- und wildfarbene Kaninchen gelten als Ahnen dieser Rasse. Die lohfarbigen Abzeichen waren damals eher hell-cremefarben und wurden später durch Einkreuzung von Hasenkaninchen verbessert. Der englisch Name der Rasse ist "Black-and-tan" und war bis in die 1920er Jahre auch in Deutschland gebräuchlich. Hierzulande wurde die Rasse um die Jahrhundertwende von dem sächsischen Züchter Rottlof eingeführt.

   Gewicht und Körperbau

Das Lohkaninchen ist eine kleine Kaninchenrasse mit einem Mindestgewicht von 2 kg und einem Normalgewicht von über 2,5 kg bis zu einem Höchstgewicht von 3,25 kg. Der Körper ist gedrungen und walzenförmig, der Hals tritt nicht in Erscheinung. Die Ohren sind fleischig und zur Körperlänge passend. Die Häsin darf keine Wamme aufweisen.

                                                                     Farbe

Das Lohkaninchen schwarz weist eine intensive, reinschwarze Deckfarbe auf. Die Rumpfzeichnung ist lohfarbig und klar von der Deckfarbe abgegrenzt. Weitere anerkannte Farbenschläge sind blau, havannfarbig und fehfarbig mit entsprechender Deckfarbe.

Erbformeln:
Loh schwarz: ABCDgO
Loh blau: ABCdgO
Loh havannfarbig ABcDgO

 

Weißgrannen
                                                             Geschichte

Die Erzüchtung des Weißgrannenkaninchens begann 1949, nur wenige Jahre später wurden die ersten Tiere in Leipzig präsentiert, und es nahmen sich viele nahmhafte Züchter dieser Rasse an. 1956 wurde die Rasse anerkannt und in den Standard aufgenommen.

                                                  Gewicht und Körperbau

Das Normalgewicht dieser mittelgroßen Rasse liegt über 3,5 kg bis zu einem Höchstgewicht von 4,5 kg, das Mindestgewicht beträgt 2,5 kg.

                                                               Farbe

Die Deckfarbe ist je nach Farbenschlag entweder Schwarz, Braun oder Blau. Weiß sind die Bauchunterfarbe, die Innenseiten der Läufe, die Unterseite der Blume (=Schwanz), sowie die Augenringe, Nasenlöcher, Ohrenränder und Kinnbackeneinfassung. An den Seiten ist die Deckfarbe bis zur Rumpfmitte hinauf von langen, weiß gespitzten Grannenhaaren durchsetzt.

 

 

Wiener, blau
                                                                                   Geschichte

Blaue Kaninchen hat es schon früher gegeben; schon Leeuwenhoek (1632 - 1723), Hollands bedeutender Naturforscher, kannte und beschrieb sie. Das Blaue Wiener-Kaninchen, das sich später durch seine vorzügliche Farbe, seine Fellgüte und Wirtschaftlichkeit auszeichnen sollte, wurde 1895 im Wiener Prater zum ersten Mal ausgestellt.

1903 kamen die ersten Tiere nach Deutschland, zwei Jahre später wurden auf einer Ausstellung in Hamburg schon 30 Tiere mit einem Gewicht von durchschnittlich 12 Pfund gezeigt. Zur gleichen Zeit war der erste deutsche Spezialklub gegründet worden. Mitglieder dieses Internationalen Blauen Wiener-Züchterklubs schufen aus den graublauen bis blauen Tieren Kaninchen mit einer reinen, satten, tiefblauen Farbe; doch zeigte es sich, dass die angestrebte aparte Farbe nur bei mittelschweren Tieren in Erscheinung trat. So gab man schließlich dem mittelschweren Blauen Wiener Kaninchen den Vorzug.

                                                     Gewicht und Körperbau

Das Normalgewicht dieser mittelgroßen Rasse liegt bei über 4,25 kg bis zu einem Höchstgewicht von 5,25 kg. Der Kopf soll sehr kräftig, mit insbes. bei Rammlern stark entwickelten Kinnbacken, sein, die Ohren dabei kurz und fleischig. Der Körper ist breit, walzenförmig und muskulös bei leicht gestreckter Form und mittelhoher Stellung.

                                                                  Farbe

Die Deckfarbe zeigt ein kräftiges Mittel- bis Dunkelblau und guten Glanz, während die Bauchfarbe matter ist. Die Krallen sind dunkel, die Augen blaugrau.

 

 

Wiener, blaugrau
                                                               Geschichte

Der Blaugraue Wiener ist eine neue, erst 1997 in den Rassestandard aufgenommene Kaninchenrasse, die allerdings schon 1936 einmal offiziell anerkannt war, dann aber über lange Zeit wieder in Vergessenheit geraten ist.

                                                  Gewicht und Körperbau

Es handelt sich um eine mittelgroße Kaninchenrasse mit einem Normalgewicht von über 4,25 kg bis zu einem Höchstgewicht von 5,25 kg. Ihr Mindestgewicht liegt bei 3,25 kg. Der Kopf soll kräftig mit insbes. bei Rammlern gut entwickelten Kinnbacken sein, die Ohren dabei kurz und fleischig. Der Körperbau ist breit und walzenförmig bei mittelhoher Stellung.

                                                          Farbe und Fell

Die Deckfarbe des etwa 3 cm langen Felles ist blauwildfarben ("blaugrau") und ähnelt der des Perlfehs, mit weniger ausgeprägter Perlung. Statt dieser besitzt das Fell eine leichte Schattierung, die durch das büschelweise Zusammenstehen blau-cremefarbener und blaugespitzter Grannenhaare entsteht. Eine weißliche bis cremefarbene Färbung zeigen die Augen- und Kinnbackeneinfassung, die Innenseite der Läufe, sowie die Bauchdecke und die Blumenunterseite. Auch der kleine Genickkeil ist cremefarbig, die Augen hingegen blaugrau und die Krallen hornfarbig.

 

 Zwergwidder
                                                    Geschichte

Die Zwergwidder stammen ursprünglich aus den Niederlanden, 1964 wurden sie zum ersten Mal öffentlich gezeigt und 1973 in Deutschland als "Widderzwerge" anerkannt, 2003 dann in Zwergwidder umbenannt. Durch ihren ruhigen, genügsamen Charakter eignen sie sich auch hervorragend als Heimtier für Kinder.

                                                         Gewicht und Körperbau

Zwergwidder sind etwas größer als die anderen Zwergrassen. Sie weisen ein Normalgewicht von über 1,4 kg bis 1,9 kg auf, bei einem Mindestgewicht von 1,2 kg und einem Höchstgewicht von 2 kg. Der Körper ist kurz, gedrungen und breitschultrig. Der Kopf soll einen ausgeprägten Widdertypus aufweisen, mit kurzer Schnauze, breiter Stirn, starken Kinnbacken und Ramsnase. Die Ohren des Zwergwidders werden als Behang bezeichnet. Sie sollen fleischig und abgerundet sein, bei einer Ideallänge von zusammen 24 - 28 cm, und hängen schlaff zu beiden Seiten des Kopfes herab. In der Kopfmitte bilden sie charakteristische Erhebungen, die als Krone bezeichnet werden.

                                                                         Farbe

Zugelassen sind die meisten einfarbigen Farbenschläge, außerdem thüringerfarbig, japanerfarbig, rhönfarbig und Mantelscheckung.   

 Zwergrexe
                                                               Geschichte

Die Zwergvariante des Rexkaninchens ist Ende der 1960er Jahre erzüchtet worden. Eine ältere Bezeichnung ist Rexzwerg.

                                                   Gewicht und Körperbau

Das Mindestgewicht der Zwergrexe beträgt 1 kg, das Normalgewicht 1,2 bis 1,4 kg. Das Höchstgewicht liegt bei 1,6 kg. Auffällig sind der kleine, gedrungene Körper, die platte Schnauzpartie und die sehr kurzen Ohren mit einer Ideallänge von 5 bis 6,5 cm bei einer Höchstlänge von 7,5 cm.

                                                      Fell und Farbe

Die Besonderheit des Zwergrexes ist sein extrem kurzes, maulwurfartiges Fell, das aus senkrecht stehenden, höchstens 1,7 cm langen Haaren besteht.

Zugelassen sind die Farbenschläge Chin, Blau, Weiß, Gelb, Castor , Schwarz ,Havanna, Blaugrau, Feh, Lux, Loh, Marder, Russen und Rhön, sowie Dreifarben-Scheckung und Dalmatiner-Scheckung (in blau, braun, havanna oder schwarz, Bild 2).

Die Dalmatiner-farbige Variante ist der Fellzeichnung der entsprechenden Hunderasse nachempfunden und soll eine aufgelockerte, unregelmäßige Scheckung mit mindestens 5 Punkten pro Körperseite aufweisen.

                                                                    

                              

                                    

 

 

 

 

 

 

                                                                                                                                                                                                          

 

 

 

 

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